Friedhofsentwicklungskonzept verabschiedet
Damaliger „6-Punkte-Antrag“ der Ratsmitglieder Silke Josten-Schneider und Claus Wehage, Vize-Bürgermeister, findet nun Umsetzung

Ein Dauerthema für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Politik, ist die regelmäßige Pflege der städtischen Friedhöfe in der Rheinbacher Kernstadt und den Ortschaften. Klagen über unwürdige Zustände auf den Friedhöfen gehen regelmäßig in der Verwaltung und bei Kommunalpolitikern ein.

 

Deshalb stellten bereits im August 2018 Silke Josten-Schneider und Claus Wehage einen „6-Punkte-Antrag“ für ein Konzept zur Verbesserung des Zustandes der städtischen Friedhöfe mit folgenden Forderungen:

1. Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept zur Wegepflege auf den Friedhöfen.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, künftig auf eine engmaschige, zusammenhängende Vergabe von Grabstätten zu achten mit dem Ziel, die Nutzung der Friedhofsflächen zukünftig zu optimieren.
3. In Bezug auf Punkt 2 wird die Verwaltung beauftragt, auf geeigneten, freiwerdenden Friedhofsflächen Blühwiesen anzulegen.
4. Die Verwaltung wird beauftragt, die konstante Sauberkeit von Friedhofshallen und dort befindlichen Toilettenanlagen zu gewährleisten.
5. Die Verwaltung wird aufgefordert, künftig eine Beratung/Aufklärung bei der Wahl der Bestattungsart durch Trauernde zu leisten.
6. Die Verwaltung wird aufgefordert dafür Sorge zu tragen, die Müll- /Grünabfall-entsorgung auf den Friedhöfen in kürzeren Intervallen durchführen zu lassen.

Nachdem in einer Ratssitzung am 27. April nun ein Friedhofsentwicklungskonzept auf Vorschlag der Verwaltung verabschiedet werden sollte, fand mit Stimmen der SPD und Teilen der CDU eine Rückverweisung in die Fraktionen statt; die anderen Ratsvertreter wollten das Thema auf Vorschlag von Silke Josten-Schneider in einer Arbeitsgruppe gemeinsam mit der Verwaltung erörtern.

Bei der Tagung der Arbeitsgruppe stellte sich schnell heraus, dass es bei dem beabsichtigten Friedhofsentwicklungskonzept nicht nur um gestalterische Elemente sondern auch darum geht, den Pflegezustand der Friedhöfe langfristig unter Beachtung des Denkmalschutzes zu verbessern. Bei Folgeberatungen in der UWG fand man schnell Einigkeit mit dem Ziel der zügigen Umsetzung des Konzeptes. „Auch die Kosten für dieses Konzept sind vergleichsweise niedrig. „Die Verbesserung der Pflegezustände und die kulturelle Bedeutung unserer Friedhöfe sind es uns wert, entsprechende Mittel im städtischen Haushalt aufzubringen“, begründet Dieter Huth die Entscheidung seiner Fraktion.
„Eine positive Auswirkung auf die Friedhofsgebühren ist für uns ebenfalls ein wichtiges und erreichbares Ziel, da ein großer Kostenfaktor die personalintensive Pflege der Friedhöfe darstellt“, so die Ratsmitglieder Josten-Schneider und Claus Wehage.

Mit Stimmen der UWG, FDP, SPD und Grünen gegen die Stimmen der CDU konnte nun in der Ratssitzung am 22. Juni das Friedhofsentwicklungskonzept auf den Weg gebracht werden.

 

 

 

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