bluete miniBlütenpracht am Glaspavillon
Erste Rheinbacher Bürger*Innen-Blühwiese

Passanten werden sich wohl wundern über die prachtvollen blauen, weißen und roten Farbtupfer auf dem Wiesenstück zwischen Glaspavillon und Stadthalle.


Hier die Entstehungsgeschichte: Im April trafen sich Rheinbacher Naturfreunde, Kinder und Schülerinnen sowie Schüler der Glasfachschule um in wenigen Tagen gemeinsam den grünen Rasen neben dem Glaspavillon umzugestalten. Das ca. 150 m²-Flurstück hatte die Stadt Rheinbach der Gruppe zur Verfügung gestellt. Unter dem Motto „Aktionsgruppe Biologische Vielfalt“ ging es mit Spaten, Getränken und Erfrischungen ausgerüstet bei zum Teil frühsommerlichen Temperaturen ans Werk. Zunächst wurde Scholle um Scholle umgegraben. Nach wenigen Tagen war es dann so weit: Die eigenhändige Einsaat einer Blühwiese konnte erfolgen. Noch vor Ostern wurde die kostbare Saatmischung „Artenreiche Rheinische Fettwiese“ unter fachkundiger Anleitung von Klaus Weddeling von der Biostation Bonn/Rhein-Erft ausgebracht und angewalzt.

Der Rheinbacher Ortsverein Bündnis 90/Die Grünen hatte das Saatgut mit über 20 zum Teil mehrjährigen gebietsheimischen Arten für die Aktionsgruppe gesponsert. Das Wasserwerks Rheinbach überließ dankenswerterweise der Gruppe ein Standrohr für den Hydranten zur Bewässerung. Und so konnten die wenigen trockenen Tage im April und Mai gut überbrückt werden, denn in der Keimphase muss die Wiese feucht gehalten werden. Während der nächsten Wochen wurde die Geduld auf die Probe gestellt: Das Keimen brauchte seine Zeit, Gräser und Löwenzahn schienen die Oberhand zu gewinnen. Ab Juni konnten sich dann aber Spaziergänger und Passanten an der immer üppigeren Blütenpracht erfreuen: Kornblume, Klatschmohn, Margerite, Wiesen-Schafgrabe, Echte Kamille, Moschus-Malve … die mittlerweile trockene und warme Witterung konnte den Kräutern nichts mehr anhaben, die Wiese ist immer noch grün und wird von vielen Fluginsekten besucht. Wer sich Zeit zum Verweilen nimmt, kann dies gut beobachten.

Wie geht es weiter: Mitte/Ende Juli wird ein Teil der Wiese mit der Sense gemäht, die andere Hälfte im September. Anschließend wird das Heu abgeräumt und die Wiese magert über die Jahre ab – das Wachstum von Gras und zu viel Löwenzahn wird dadurch verlangsamt.

Informationen, auch zu weiteren Terminen an der Wiese, bei Urte Seiffert-Schollmeyer 02226-7520.

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