Rhb LKW Parken Wolberacker 2019 06 17Nutzung des Gewerbegebiets Wolbersacker als LKW-Rastplatz unterbinden

Das neu erschlossene Gewerbegebiet Wolbersacker wird zunehmend von LKW’s als Übernachtungsparkplatz genutzt. „Letzte Woche parkten an einem Abend über 30 LKW’s verschiedenster Nationen auf der Erschließungsstraße zwischen den Kreiseln am Haltepunkt Römerkanal und der B 266 Richtung Wormersdorf“, berichtet SPD-Ratsherr Dr. Georg Wilmers, der das Gewerbegebiet mit dem Rad durchfuhr.

Die Nutzung als Übernachtungsparkplatz bedeutet, dass Abfall auf oder neben der Straße „entsorgt“ und das angrenzende Getreidefeld zur Verrichtung der Notdurft genutzt wird, da es vor Ort weder Mülleimer noch Toiletten gibt. Es wurde sogar beobachtet, dass auch Essensreste hinterlassen wurden, was die Gefahr hervorruft, dass sich Ratten und anderes Ungeziefer darum kümmern und dort breit machen.

Die SPD Rheinbach kann gut verstehen, dass das Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe zur Autobahnabfahrt Rheinbach von LKW-Fahrern, die Probleme haben, auf einem regulären Rastplatz einen Platz zum Übernachten im LKW zu finden, nun gerne zum Übernachten genutzt wird. Diese Möglichkeit scheint sich auch sehr schnell unter den Fernfahrern herumgesprochen zu haben, anders ist die hohe Zahl an LKW’s, die abends dort parken, kaum zu erklären.

Die Rheinbacher SPD hält allerdings die Nutzung des Gewerbegebiets Wolbersacker als Übernachtungsplatz für LKW’s für unerwünscht und einen Missbrauch. „Wir haben vor Jahren in der Stadt Rheinbach und seinen Gremien intensiv darüber diskutiert, ob wir an dieser Stelle einen Autohof zulassen wollen und uns dagegen entschieden“, erläutert der SPD-Vorsitzende Dietmar Danz. „Diese Willensbildung würde ins Gegenteil verkehrt, wenn jetzt ein LKW-Rastplatz ohne Infrastruktur geduldet und die davon ausgehenden Nachteile und Gefahren in Kauf genommen werden.“

„Die SPD Rheinbach hat den Bürgermeister aufgefordert, eine Nutzung des Wolbersacker als LKW-Rastplatz zu unterbinden, bspw. durch Anordnung und Durchsetzung von Parkverboten“, so Dietmar Danz und Dr. Georg Wilmers abschließend.

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