Rheinbacher Grüne fordern dauerhafte Plastikmüllvermeidung

Appell des Bürgermeisters ist ganz im Sinne der Grünen – eine dauerhafte Verordnung wäre wirksamer!
Unter der Überschrift „Rheinbach will Einwegplastik verbannen“ schreibt der General-Anzeiger Bonn am 16. Mai, dass Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz eindringlich an die Gewerbetreibenden appelliert, ab sofort alle Arten von Plastik zu vermeiden.

Die Rheinbacher Grünen begrüßen und unterstützen diesen Appell ausdrücklich, da damit ein Problem angegangen wird, das wir erst kürzlich mit einem Antrag thematisiert haben: die Benutzung von Plastik bei Veranstaltungen auf städtischem Grund zu verbieten. Der wurde jedoch leider auf Vorschlag der Verwaltung, deren Vorsitzender der Bürgermeister ja ist, in der Ratssitzung am 1. April abgelehnt. Insofern stellt sich die Frage, was von dem Appell des Bürgermeisters zu halten ist: Eine entsprechende Verordnung wäre sicher wirkungsvoller gewesen, zumal sie konform ist mit einer 2021 umzusetzenden Verordnung der EU. Aber eine öffentliche Äußerung ist natürlich medienwirksamer. Ob der Aufruf des Bürgermeisters die gewünschte Wirkung hat, lässt sich in ein paar Wochen beim Streetfoodfestival überprüfen, das bei seiner Premiere eine echte Müllorgie war. Wir wünschen es Rheinbach auf jeden Fall. Aus unserer Sicht wäre es allerdings besser gewesen, unseren Antrag anzunehmen und zeitnah voll umzusetzen: dann nämlich hätte die Verwaltung eine Auflage erlassen können und man wäre jetzt nicht auf Appelle und den guten Willen der Veranstalter angewiesen. 

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