SPD möchte Tafeln bei Müllgebühren entlasten

„Tafeln sollen im Rhein-Sieg-Kreis künftig keine Müllgebühren mehr bezahlen! Wir fordern die Einrichtung eines Sozialfonds, der hierfür aufkommt. Die Tafeln verrichten ehrenamtliche Tätigkeiten für sozial schwache Menschen und damit für die Allgemeinheit. Derzeit müssen für die Begleichung der Müllgebühren Spenden dafür aufgewendet werden. Das wollen wir ändern und die Tafeln in ihrer oftmals knappen Finanzlage spürbar entlasten!“, so Dietmar Tendler, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Zur kommenden Sitzung des Kreistags hat die SPD zu diesem Thema einen Antrag eingereicht.

Werner Albrecht, umweltpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion, führt weiter aus: „Wir möchten eines Sozialfondseinrichten, der zunächst mit einer Summe in Höhe der jährlich bei den Tafeln anfallenden Müllgebühren ausgestattet werden sollte. Der Fonds könnte gespeist werden durch beispielsweise entweder die Trienekens-Millionen oder aber auch durch einen Teil der Erlöse aus dem Verkauf der RWE-Aktien. Die Tafeln tragen durch die Verwertung von Lebensmitteln, die ansonsten in die Tonne gelangen würden, nicht nur dazu bei, dass die Lebensmittelverschwendung reduziert wird, sie senken indirekt auch allein durch ihre Verwertung der Lebensmittel den Müllverbrauch des Rhein-Sieg-Kreises. Das sollten wir honorieren." Im Gegensatz zu Kleiderstuben oder Eine-Welt-Läden, die Erlöse durch den Verkauf von Kleidern oder Waren erzielen, haben Tafeln keine Erlöse, mit denen sie die Müllgebühren begleichen können. Ein positives Beispiel für die Erlassung der Müllgebühren kann die SPD-Kreistagsfraktion ebenfalls nennen: Im Landkreis Neuwied werden die die Müllgebühren der Tafeln bereits jetzt schon aus einem Sozialtopf erstattet.

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