P1050840Weihnachtsbeleuchtung soll auch in diesem Jahr Groß und Klein erfreuen
Rheinbacher UWG spendet 500 Euro

Rheinbach. Kein Zweifel, die dunkle Jahreszeit hat die hellen und warmen Sonnentage abgelöst. In den Wohnungen und an den Hausfassaden erscheinen noch zögerlich erste Lichtgirlanden und Fensterbeleuchtungen.

Bald werden die Adventssterne auf die Adventszeit und auf das nahende Weihnachtsfest hinweisen. Mit Beginn der Adventszeit werden wieder Rheinbachs Bürgerinnen und Bürger, Groß und Klein, auf die Weihnachtsbeleuchtung in der Hauptstraße und den anliegenden Plätzen warten. Seit Jahrzehnten sorgt die Festbeleuchtung an den Giebeln der Fachwerkhäuser und an den Gebäuden für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Zusammen mit den Lichtdekorationen in den Geschäften lockt Rheinbachs Innenstadt jedes Jahr auch viele auswärtige Besucher zum Einkaufen.

Doch damit könnte es in diesem Jahr vorbei sein. In einem „Brandbrief“ wies der Vorsitzende des Gewerbevereins, Oliver Wolf, darauf hin, dass mangels Kostendeckung in diesem Jahr die Weihnachtsbeleuchtung ausbleiben könnte. Die wenigsten werden sich bisher Gedanken darüber gemacht haben, was das Ganze kostet. Die Ausgaben für die Weihnachtsbeleuchtung betragen immerhin 30.000 Euro pro Jahr. Allein 6.000 Euro Miete kostet der Hubwagen, mit dem die Lichtergirlanden an den Giebeln aufgehängt werden. Die etwa 60 anliegenden Einzelhändler bezahlen zwischen 300 und 500 Euro für das Aufhängen der Lichterketten durch einen Fachelektriker. Diese Lichterketten haben die Geschäftsinhaber für hohe vierstellige Beträge selbst angeschafft.

„In dieser Größenordnung können Gewerbeverein und Einzelhändler diese Ausgaben nicht mehr stemmen, zumal die Weihnachtsbeleuchtung allen Bürgern und Besuchern zu Gute kommt“, teilte Oliver Wolf mit. Deshalb ist der Vorstand des Rheinbacher Gewerbevereins der Auffassung, dass es „mehr als gerecht sei, die Kosten dieser Aktion auf mehrere Schultern zu verteilen. Die Suche nach Co-Finanzierungspartnern sei bisher erfolglos geblieben. Auch die Stadt und der Bürgermeister heben die Hände. Für freiwillige Leistungen ist kein Geld vorhanden. Gleichwohl sei ein Ausbleiben der Weihnachtsbeleuchtung für die Stadt ein Verlust, betonte der Bürgermeister, Stefan Raetz.

Diese Auffassung teilt auch die Rheinbacher UWG. Für sie ist die Weihnachtsbeleuchtung mehr als nur Lichterketten an den Giebeln der Fachwerkhäuser. Das stimmungsvolle Ambiente der Hauptstraße während der Advents- und Weihnachtszeit ist überregional bekannt und zieht jährlich viele Besucher aus der Umgebung an. Dennoch ist die Argumentation des Gewerbevereins für Fraktion und Stadtverband der UWG nachvollziehbar. So wurde für den Erhalt der Weihnachtsbeleuchtung in der jüngsten Stadtverbandssitzung einstimmig beschlossen, den Gewerbeverein mit einer Spende zur Weihnachtsbeleuchtung in Höhe von 500 Euro zu unterstützen. Der Stadtverbandsvorsitzende der UWG Rheinbach, Jörg Meyer, verbindet mit dieser Spende die Hoffnung, dass sich noch weitere Organisationen, Parteien und Privatleute mit einer Spende beteiligen. „Die UWG hält nichts von Absichtserklärungen und legt mit der konkreten Spende als erste Partei ein klares Bekenntnis für den Erhalt der Weihnachtsbeleuchtung ab“, stellte der UWG Fraktionsvorsitzende, Dieter Huth, fest.

Die UWG Rheinbach spendete 500 Euro für die Weihnachtsbeleuchtung in Rheinbachs Innenstadt (v.li.: Oliver Wolf, 1. Vorsitzender des Gewerbevereins Rheinbach, Ruth Gelbe, 2.Vorsitzende und Dieter Huth, Fraktionsvorsitzender der UWG Rheinbach).

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