merzbach 001Raus aus der Isolation!
Senioren der Rheinbacher Höhenorte erhalten Schutzmasken

Ulla Pütz (links im Bild) freut sich. Neben einem bunten „Danke“-Blumenstrauß für sie und ihrem Team vom Seniorentreff, überreichte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Rheinbach und Ratsherr für Merzbach, Karl-Heinz „Kalle“ Kerstholt (Mitte) und der Ortsvorsteher von Merzbach-Neukirchen, Jochen Bois, einen Karton gefüllt mit „Gib‘ Acht-Tütchen“ zur Verteilung an die Senioren der Rheinbacher Höhenorte.

RHEINBACH-MERZBACH. „Am nächsten Donnerstag wäre normalerweise wieder Seniorentreff. Der ehemalige Rektor der Grundschule Merzbach, Alfred Freund, wollte für uns einen Vortrag mit Bildern aus alten Zeiten halten. Schade, dass jetzt nichts daraus wird,“ erklärte Ulla Pütz, bei dem Überraschungsbesuch von Ortsvorsteher Jochen Bois und dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Rheinbach und Ratsherrn für Merzbach, Karl-Heinz „Kalle“ Kerstholt. Für ihre Bemühungen als Organisatorin des Seniorentreffs in Neukirchen sowie ihrem fleißigen Helfer-Team, wollten Bois und Kerstholt ihre Anerkennung zum Ausdruck bringen. Wegen der Kontaktsperre finden keine Treffen im Gemeindehaus in Neukirchen statt. Doch Ulla Pütz und ihr Team halten telefonisch zu den älteren Mitbürgern der Höhenorte Kontakt und bieten ihnen im Rahmen des Machbaren ihre Unterstützung an.

Zusammen mit dem Blumenstrauß überreichten die Besucher einen Karton gefüllt mit rund 50 „Gib-Acht“-Tütchen, in denen sich u. a. Atemschutzmasken und Handdesinfektionsmittel befanden. Auf Anfrage hatte Kalle Kerstholt diese „Grundausstattung“ von Ferdinand Pfahl, Firmeninhaber des gleichnamigen Rheinbacher Bestattungshauses, erhalten. Zur Zeit werden diese „Gib-Acht“-Tütchen kostenlos vor dessen Firma in der Kernstadt aushändigt. Kerstholt wollte den älteren Menschen, die in den Höhenorten wohnen, die Gelegenheit bieten ebenfalls in die „Grundausstattung“ zum Schutz vor der Infektionskrankheit Corona zu gelangen. Die Mitbürger aus den Höhenorten sollten sich ebenfalls für die kommende Zeit schützen können, ohne in langen Warteschlangen anstehen zu müssen, so wie sie sich in den letzten Tagen bei der Vergabe immer wieder gebildet hatten, so Kerstholts Gedanke.

„Das finde ich eine wunderbare Idee“, so Ulla Pütz, „Es gibt einige Senioren, die kein Auto mehr benutzen können und auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind. Wie sollen diese ohne Maske überhaupt in die Stadt kommen?“

Wie es denn nun weitergehen wird, fragt sich die engagierte 79-Jährige, die im August achtzig Jahre alt wird: „Ich hoffe, dass wir uns dann alle wieder normal treffen dürfen. Meinen 80. Geburtstag Anfang August möchte ich schon gern mit vielen Gästen feiern.“

Gedanken über die Zukunft machen sich auch Jochen Bois und Kalle Kerstholt. Am Sonntag, 16. August 2020, steht die Merzbacher „Alte Kirmes“ an. „Die findet traditionsgemäß alle zwei Jahre statt“, so der Ortsvorsteher Jochen Bois und Kalle Kerstholt fügt hinzu: „Gerade bei den älteren Mitbürgern ist dieses Dorffest sehr beliebt. Nur stellt sich uns die Frage, ob wir jetzt mit den Vorbereitungen beginnen sollen oder nicht. Wir wissen ja nicht, ob bis dahin öffentliche Veranstaltungen überhaupt wieder zugelassen sind.“

Kalle Kerstholt (links) und Jochen Bois auf dem Weg zu ihrem „Überraschungsbesuch“ bei Ulla Pütz.

 

2019 07 22 L4 Werbung Rhein