Vortrag über die Mathematikerin, Physikerin und Elektrotechnikerin Cäcilie Fröhlich

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rheinbach, Mechthild Schneider und die Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach laden für Dienstag, 10.09.2019, um 18.00 Uhr in den Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, zu einem Vortrag über die in Köln geborene Emigrantin Dr. Cäcilie Fröhlich ein.
Anlass für den Vortrag ist der Umstand, dass dieser Wissenschaftlerin im Rahmen der Neubenennung von Straßen im Rheinbacher Gewerbegebiet Wolbersacker eine Straße gewidmet wurde.

Die Historikerin Birgit Formanski, M.A. wird dabei über einzelne Stationen der aus einem jüdischen Elternhaus stammenden Cäcilie Fröhlich (*1900 in Köln) sprechen.
Insbesondere soll aufgezeigt werden, wie die Bonner Studienabsolventin der Fächer Mathematik und Naturwissenschaften letztlich zur Elektrotechnik fand und wie sie bis 1937 in Deutschland und bis 1941 in Belgien herausragende Positionen in der Wirtschaft im Bereich der Elektrotechnik besetzen konnte. Nach ihrer Emigration in die USA gelang es Cäcilie Fröhlich dort, in ihrem technischen Fachgebiet, in dem zur der Zeit vornehmlich Männer erfolgreich waren, eine akademische Karriere zu machen. Cäcilie Fröhlich starb 1992 in den USA.

Ziel des Vortrages soll vor allem sein, das Wirken der während der nationalsozialistischen Zeit aus Deutschland vertriebenen Wissenschaftlerin, die in Deutschland heutzutage nahezu vergessen ist, bekannter zu machen. Cäcilie Fröhlich kann aufgrund ihres beeindruckenden Lebenswegs noch heute als Vorbild für junge Menschen dienen. Ihre Vita zeigt, dass auch für Frauen eine berufliche Laufbahn in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik möglich und erstrebenswert ist.

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