YOGA IM MUSEUM
Entspannung und Kunstgenuss im Glasmuseum Rheinbach

Man muss nicht unbedingt jedem aktuellen Trend hinterherlaufen, aber Yoga im Museum – das leuchtet ein! Zum einen bedient Yoga die Sehnsucht nach Entschleunigung, die durch zunehmende Technisierung und Digitalisierung nicht verschüttet wird. Zum anderen gedeiht „im Schatten der technisierten Kunstvermittlung … die scheinbar neue, im Grunde aber alte Sehnsucht nach dem Museum als Ort der Entschleunigung. Als Raum, in dem man in aller Ruhe Kunst auf sich wirken lassen kann" (Ursula Scheer, FAZ online, 28.1.2019). Was liegt also näher, als Yoga und Museum zusammenzuführen?

Der Werkstoff Glas, dieser geheimnisvolle „Phönix aus Sand und Asche“, steht wie kaum ein anderer für Entschleunigung: Der lange Schmelz- und der unter Umständen noch langwierigere Kühlprozess (von bis zu mehreren Wochen!) in der Hütte, das aufwendige Veredeln durch Schliff, Gravur oder Malerei – bei all diesen Vorgängen spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle, was kraftvolle Dynamik in Form und Dekor keineswegs ausschließt. Glaskunst und Yoga könnten sich auch unter diesem Aspekt der Entschleunigung als Verwandte entpuppen. Finden Sie es im Glasmuseum Rheinbach heraus!

Viele Museen und Galerien haben sich auf dieses Experiment bereits eingelassen: Das MoMa in New York und das Victoria & Albert Museum in London waren die Trendsetter, dem in Deutschland und der Schweiz u.a. das Museum Ludwig in Koblenz, das Museum für Antike Schifffahrt in Mainz und die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel folgen. Dabei achten alle Einrichtungen darauf, nicht einfach nur als Kulisse genutzt zu werden; Raum und Atmosphäre laden dazu ein, über körperliche Entspannung und Meditation mit den Kunstwerken in Dialog zu treten und möglicherweise die Distanz zwischen Besucher und Kunst aufzuheben.

Beiden Bereichen – Kunst und Yoga – werden bestimmte Gemeinsamkeiten zugeschrieben: „Perspektivwechsel, die Berührung der Sinne und die Schärfung der Wahrnehmung“ (Annekathrin Kohout, ZeitOnline, 7. Oktober 2016). Bringt der Besucher die Bereitschaft mit, sich Neuem zu öffnen, hat er die Möglichkeit, die Gemeinsamkeiten selbst herauszufinden.

Zu dieser Entdeckungsreise im Glasmuseum Rheinbach, die zunächst an drei Abenden stattfinden wird, ist jede/r Interessierte herzlich eingeladen.

Leitung: Adele Gottwald, www.bewegungs-praxis.de, und Dr. Ruth Fabritius/N.N.
Adresse: Glasmuseum Rheinbach
Himmeroder Wall 6
53359 Rheinbach
Tel. 02226 917 500
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Termine: 04.05., 25.05., 29.06.2019, 17.30-19.00 Uhr
Kosten: je Termin 15.00 € p.P. (incl. Museumseintritt)
Verbindliche
Anmeldung: ab 2. April 2019
Bitte mitbringen: Decke oder Yogamatte, bequeme Kleidung

 

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