Rheinbacher Gesamtschüler besuchen FlüchtlingeRheinbacher Gesamtschüler besuchen Flüchtlinge

„Aus welchem Land kommen Sie?“, „Warum sind Sie geflohen?“, „Wie gefällt es Ihnen in Rheinbach?“, „Vermissen Sie Ihre Familie?“. Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse der Gesamtschule Rheinbach hatten ihre Fragen gut vorbereitet, als sie auf Initiative der städtischen Fachbereichsleiterin Susanne Pauk und Klassenlehrer Thomas Schipper die städtische Flüchtlingsunterkunft am Schornbusch besuchten.

Die Exkursion war Bestandteil des Unterrichtsfachs Gesellschaftslehre, in dem sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Flucht und Migration“ beschäftigen.

Um einen Einblick in die Lebensumstände der Flüchtlinge und Migranten zu gewinnen, besichtigte die Klasse zunächst einen der drei Wohncontainer. Dieser ist aktuell als einziger nicht in Benutzung, vermittelt dennoch einen guten Eindruck von den Doppel- und Familienzimmern sowie den Gemeinschaftsräumlichkeiten der Bewohner. Im Anschluss entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch mit fünf Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, die bereitwillig die Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler beantworteten. So lernten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Fluchtgründe kennen und erfuhren warum das Handy von zentraler Bedeutung für die Flüchtlinge ist: Es stellt den Kontakt zu Familie und Freunden sicher, die oftmals im Heimatland verblieben sind oder über die Welt verstreut leben. Auf die Frage, was den Flüchtlingen in Deutschland besonders gefalle, fiel ihnen zuerst die Akzeptanz von Minderheiten und Menschen unterschiedlicher Religions- und Volkszugehörigkeiten ein: „In Deutschland wird jeder als Mensch gesehen!“

Den Gesamtschülern erschloss sich bei dem Treffen die Gelegenheit, den Mensch hinter dem abstrakten Begriff „Flüchtling“ kennenzulernen. Für die Zukunft ist ein Gegenbesuch der Flüchtlinge in der Gesamtschule Rheinbach geplant.