Offizieller „Startschuss“ für „Migrantinnen in die Kommunalpolitik“ durch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und die NRW-Staatssekretärin für Integration Serap Güler

Am Freitag, den 27. April 2018, fiel im Kölner Rathaus der offizielle „Startschuss“ für das Projekt „Migrantinnen in die Kommunalpolitik“ unter Leitung der Otto Benecke Stiftung e.V. (OBS) und gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

„Migrantinnen tragen bereits in großem Maße zur Gestaltung der Zivilgesellschaft bei. Sie sind in zahlreichen Migrantinnenorganisationen anzutreffen und engagieren sich ehrenamtlich in vielen Bereichen – nur in der Politik sind sie leider zu wenig vertreten“, so Dr. Lothar Theodor Lemper, Geschäftsführender Vorsitzender der OBS.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßte die Teilnehmerinnen im Ratssaal und sprach ihnen Mut für einen Einstieg in die Kommunalpolitik zu: „Sie kommen aus unterschiedlichen Altersgruppen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Sie leben teilweise bereits in zweiter oder dritter Generation in Deutschland oder sind selbst als geflüchtete Frauen zu uns gekommen. Die Zusammensetzung Ihrer Gruppe ist so vielfältig wie unsere Gesellschaft. Und gerade das wird das Projekt so erfolgreich machen, da bin ich mir sicher. Denn Sie bringen unterschiedliche Lebenserfahrungen mit und können so voneinander und miteinander lernen. Trotz aller Unterschiedlichkeit haben Sie etwas Wichtiges gemeinsam: Sie haben den Wunsch, sich politisch zu beteiligen. Damit bewirken Sie etwas für unsere Gesellschaft und so auch für Frauen mit Migrationshintergrund.“


Mit den Kooperationspartnern – Offene Welt e.V. aus Köln, Türkische Gemeinde in Rheinland Pfalz, LAKA Baden-Württemberg, AGABY Bayern, Carmen e.V. aus Düsseldorf und ELFE e.V. aus Saarbrücken – werden in fünf Bundesländern an unterschiedlichen Standorten Seminare und Workshops organisiert, damit Migrantinnen das politische System und die Verwaltungsstrukturen in Deutschland kennenlernen. Sie erhalten Einblicke in die Parteienlandschaft und werden in Rhetorik, Argumentationstraining und Auftreten geschult. Diese Seminare sind erste wichtige Bausteine für den Einstieg in die aktive politische Arbeit. Im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Migrantinnen mit demokratischen Parteien zusammen zu bringen.


Schirmherrin des Projekts ist die nordrhein-westfälische Staatssekretärin für Integration, Serap Güler. „Ich habe sehr gern die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen, da dieses Thema für mich eine echte Herzensangelegenheit ist“, sagte Staatssekretärin Güler. „Es geht darum, Frauen mit Einwanderungsgeschichte darin zu bestärken, in der Kommunalpolitik aktiv zu werden, ihre demokratischen Rechte wahrzunehmen und somit das Leben vor Ort mitzugestalten.“

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