Rat beschließt seine Verkleinerung
Euler: Mehr Effektivität und Attraktivität

Mit großer Mehrheit beschloss der Swisttaler Gemeinderat eine von der SPD-Fraktion beantragte Satzungsänderung zu seiner Verkleinerung von 38 auf 32 reguläre Mitglieder.

Dazu soll die Anzahl der Wahlbezirke von derzeit auf 19 für die nächste Kommunalwahl im Jahr 2020 auf 16 reduziert werden. „Neben Kosteneinsparungen erwarten wir uns dadurch vor allem eine Steigerung von Effektivität und Attraktivität. Es hat sich gezeigt, dass sich mit einem größeren Rat nicht gerade besser arbeiten lässt. Die meisten Sitzungen dauern länger, was die ehrenamtliche Arbeit wiederum nicht gerade attraktiver macht. Dadurch wird es immer schwerer, gute Leute für das so wichtige kommunalpolitische Ehrenamt zu gewinnen“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Joachim Euler.

Auf Antrag von Grünen (2012) und SPD (2015) hatte sich die Swisttaler Kommunalpolitik bereits mehrfach mit dem Thema befasst und Vor- und Nachteile abgewogen. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate könnte der Rat in Zukunft, wie derzeit mit 42 Mitgliedern, sogar noch größer werden. Die meisten vergleichbar großen Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis haben, wie Alfter mit 40 oder Neunkirchen-Seelscheid und Windeck mit je 32, kleinere Räte. Selbst die größeren Nachbarstädte Meckenheim (38) und Rheinbach (36) haben kleinere kommunale Vertretungen.

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