1 AVPageView 11.10.2017 233035Ausstellungseröffnung im Glasmuseum Rheinbach

Die Ausstellung kombiniert Aquarelle der Rheinbacher Künstlerin Ronny Klinz mit gläsernen Vögeln des finnischen Designers Oiva Toikka aus der Sammlung des Hagener Architekten Horst Linke.

Für beide Künstlerpersönlichkeiten ist die Natur eine unerschöpfliche Inspirationsquelle und unerreichte Lehrmeisterin. Beide verbindet eine intensive – wenn auch nicht ausschließliche – Beschäftigung mit realistischen Sujets, der genau erkundende Blick auf ihre Umgebung wie auch ein ausgeprägtes Farbempfinden – und beide haben Grund zu feiern!

INSPIRATION NATUR
Ronny Klinz – Aquarelle
Oiva Toikka – Gläserne Vögel
Ausstellung im Glasmuseum Rheinbach, Himmeroder Wall 6, 53359 Rheinbach
13.10.2017 – 14.01.2018

Die Ausstellung kombiniert Aquarelle der Rheinbacher Künstlerin Ronny Klinz mit gläsernen Vögeln des finnischen Designers Oiva Toikka aus der Sammlung des Hagener Architekten Horst Linke. Für beide Künstlerpersönlichkeiten ist die Natur eine unerschöpfliche Inspirationsquelle und unerreichte Lehrmeisterin. Beide verbindet eine intensive – wenn auch nicht ausschließliche – Beschäftigung mit realistischen Sujets, der genau erkundende Blick auf ihre Umgebung wie auch ein ausgeprägtes Farbempfinden – und beide haben Grund zu feiern!

Ronny Klinz wurde 1942 in Düsseldorf geboren und kam 1962 nach Rheinbach. Die Ausstellung im Glasmuseum versteht sich somit auch als Retrospektive aus Anlass ihres 75. Geburtstags und ihres 55jährigen Rheinbach-Jubiläums. Als Tochter des Kunstmalers Josef Dünnbier wuchs sie in einem kunstinteressierten Umfeld auf. Sie arbeitete zunächst acht Jahre lang als Keramikmalerin: 1959-62 für die Firma Keto-Keramik in Lantershofen a.d. Ahr, 1962-1967 für Ruscha-Keramik und die Firma Fuß & Sohn in Rheinbach. Sie eignete sich zahlreiche Techniken an und arbeitet mit Bleistift, Kohle, Feder, Ölkreide, Pastell, Rötel und Aquarell. „Eigentlich mache ich alles gerne“ versichert sie glaubhaft und sie versteht es diese Freude am kreativen Schaffen ihren Schülern weiterzuvermitteln: Von 1987 bis 1991 gab sie als freie Mitarbeiterin der Familienbildungsstätte Bonn Aquarellkurse. Für die VHS Rheinbach-Meckenheim-Swisttal-Wachtberg ist sie seit 1989 tätig. Die erste Einzelausstellung von Ronny Klinz fand 1978 im Glasmuseum statt, es folgten Einzel- und Gruppenausstellungen in Heimbach, Neukirchen, Bad Münstereifel, Scheven, Bad Neuenahr, Stuttgart sowie in Frankreich und in der Schweiz.

Ronny Klinz hat eine unverwechselbare Handschrift entwickelt. Es gelingt ihr, malerische Landschaften und Städte – ob sie in der Eifel, am Rhein oder in der Toskana liegen – mit dem Aquarellpinsel in realistisch-impressionistischer Manier nachzuschaffen, ohne dabei das Stillleben-Genre oder das Tierportrait zu vernachlässigen. (Ruth Fabritius)
Professor Oiva Toikka (geb. 1931) hat 2017 ebenfalls Grund zu feiern: Finnland erlangte vor 100 Jahren, am 6. Dezember 1917 seine Unabhängigkeit von Russland, zu dem es seit 1809 als autonomes Großfürstentum gehört hatte. (Vor 1809 stand das Gebiet, das jetzt Finnland ist, seit wenigstens dem 13. Jahrhundert unter schwedischer Herrschaft.)
Oiva Toikka gehört zu der Elite der finnischen Glas-Designer. Er hat in aller Welt Ausstellungen ausgerichtet, für seine Arbeiten renommierte Auszeichnungen im In- und Ausland erhalten darunter den Lunning Preis, den Nobelpreis des Designs, die Pro-Finlandia-Medaille, den Kaj Franck Design-Preis und die Prinz Eugen Medal. In Japan wurde er mit dem „World- Glass-Now-Preis" ausgezeichnet. Außerdem hat er in mehreren Ländern als Lehrer gewirkt und war als Bühnenbildner am Theater tätig. Oiva Toikka hat als Professor bei der „Konstfackskolan“ in Schweden und an der Universität von Sunderland in Großbritannien gearbeitet.

Im Laufe seiner langen Karriere hat er neben Unikaten vielerlei Produkte gestaltet: Glasgeschirr für den Haushalt, Bierkrüge für finnische Gaststätten und einen riesigen Vogelpark. „Die Natur ist für mich eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration und mit Glas als natürlichem Material, läßt sie sich am besten zum Ausdruck bringen“, meint Oiva Toikka. Oiva Toikkas Vögel sind zu einem beliebten, überaus geschätzten Sammelobjekt geworden. Angelehnt an die Natur entwirft Toikka seine eigene Ornithologie, in der die Ästhetik und die leuchtenden Farben des Glases bestimmend sind. Wenn man die von Toikka entworfenen Vögel betrachtet, erlebt man etwas „echt Finnisches“: Die Reinheit und Stille der Natur, das tiefe Blau der Seen, die von Sonnenstrahlen erwärmten Felsen, das sich im Wind wiegende Schilf, die geheimnisvollen Wälder, den Rhythmus des Lichtes und der Jahreszeiten.

Professor Oiva Toikka entwarf seine ersten Vögel 1972. Seine „Urvögel“, die Flycatchers, (Fliegenschnäpper) waren klein und bunt. Heutzutage sind die Vögel vielfältiger in Form, Farbe und Gestaltung. Ca. dreißig Sorten sind im Augenblick in der Produktion. Während der nun 35 Jahre sind Hunderte unterschiedliche Arten hergestellt worden. Jedes Jahr kommen 6-8 offizielle Vögel dazu. Außerdem werden seit 1996 ein spezieller „Jahresvogel“ und ein „Jahresei“ produziert. Man schätzt, dass unter Toikkas Regie insgesamt bisher ca. 1000 verschiedene Vögel entworfen und in unterschiedlichen Produktionsmengen erschienen sind, viele davon in limitierten, speziell nummerierten Auflagen.

Bei dieser großen Vogelschar treffen der Visionär Toikka und die Glas-Macher der Glashütte Nuutajärvi aufeinander. Die Vögel werden in Nuutajärvi, der heutigen Schwesterfabrik von iittala, geblasen. Die Qualität der Vögel von Oiva Toikka wird von iittala, dem großen Namen des finnischen Glasdesigns, garantiert. Nuutajärvi, gegründet 1793, ist die älteste noch bestehende Glashütte Finnlands. Oiva Toikka arbeitet seit 1963 für Nuutajärvi. (Horst Linke)

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