Dienstag, 30. November 2021

Der Corona-Krisenstab: Sebastian Hartmann, MdB fordert einen langfristigen Ausbau der Kompetenzen des Bundes

Der Corona-Krisenstab: Sebastian Hartmann, MdB fordert einen langfristigen Ausbau der Kompetenzen des Bundes

Berlin, 30.11.2021 - Um die zugespitzte Lage der Corona-Pandemie unter Kontrolle zu halten, begrüßt der SPD-Bundestagsabgeordnete und Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für Zivil- und Katastrophenschutz, Sebastian Hartmann, den Aufbau eines Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt. Der Bund verfügt über koordinierende und logistische Ressourcen, um den Ländern in Krisenlagen effektiv unter die Arme zu greifen. Hartmann fordert, diese Kompetenzen langfristig auszubauen, um eine bundesweit einheitliche Kommunikation und Koordination zu ermöglichen.

Seit Beginn der Pandemie ist die Bundeswehr in Krankenhäusern, Gesundheitsämtern und Pflegeheimen im Einsatz, da sie über die nötigen Ressourcen zur Entlastung des Gesundheitswesens verfügt. "Ich begrüße es sehr, dass Generalmajor Carsten Breuer, Chef des Kommandos Territoriale Aufgaben, den Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt leiten soll. Damit können die organisatorischen und logistischen Kompetenzen des Bundes konkret eingebracht werden", so Hartmann. Seit über einem Jahr setze er sich für eine zentrale Koordinierung mit stärkerer Bundeskompetenz ein.

Damit auch in Zukunft ein Krisenstab und Einsatzkräfte in einer Krise die richtigen Entscheidungen treffen, bedürfe es eines bei länderübergreifenden Katastrophen bundesweiten, übergreifenden Lagebildes: "Mit einem bundesweiten "360-Grad-Lagebild" lässt sich bewerten, wie sich eine Katastrophenlage entwickelt, wo und wie viele Einsatzkräfte und Material benötigt werden. Expertise von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und technische Möglichkeiten wie Künstliche Intelligenz sollten wir einbeziehen", erklärt Hartmann. Damit können wir uns besser auf künftige Krisen vorbereiten, Prognosen verbessern und so gezielter Katastrophenlagen bewältigen oder sogar verhindern.

Wie wichtig die Kompetenzen des Bundes bei der Bewältigung der Corona-Katastrophenlage sind, zeigt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Das beim BBK angesiedelte Gemeinsame Melde- und Lagezentrum (GMLZ) des Bundes und der Länder koordiniert seit vergangener Woche die Verlegung von Intensivpatientinnen und -patienten. Je nach Bundesland und Region sind Krankenhäuser hoch ausgelastet oder sogar überlastet.
 
"Im Rahmen dieses sogenannten Kleeblattkonzeptes stimmt sich das Lagezentrum länderübergreifend unter anderem mit Bundeswehr und Luftrettungsunternehmen ab, um Sonderfahrzeuge und Luftrettungsmittel zum Intensivtransport bereitstellen zu können. Letzte Woche hatte die Verlegung von über 50 COVID-Patienten mit Unterstützung des GMLZ begonnen. Dies zeigt: Die derzeitig zugespitzte Lage ist sehr konkret", gibt der SPD-Politiker zu bedenken und fügt hinzu: "In Zukunft sollten in dem Lagezentrum allerdings auch die gesammelten Informationen der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerks und der Bundesministerien einfließen, um effektiver Ressourcen zu nutzen."

"Die Pandemie zeigt, dass wir die Koordination zwischen Bund und Ländern deutlich verbessern müssen. Dafür habe ich bereits im April 2020 in einem Konzept zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes geworben: Katastrophenfälle stoppen nicht an den Grenzen der Bundesländer. Ich halte daran fest, dass Länder bei grenzüberschreitenden Krisen besser unterstützt und entlastet werden können, wenn wir ein klares Kooperationsgebot zwischen Bund und Ländern haben", meint Hartmann abschließend.

Gruppe für trauernde, verwaiste Eltern in Rheinbach


Gruppe für trauernde, verwaiste Eltern in Rheinbach

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. Rheinbach – Meckenheim – Swisttal bietet trauernden, verwaisten Eltern die Möglichkeit, sich einmal im Monat zu treffen und untereinander auszutauschen.

Es steht ein großer Raum in Rheinbach zur Verfügung. Somit ist es möglich, mit Abstand zueinander zu sitzen und trotzdem gut miteinander sprechen zu können. Die Treffen finden unter den jeweils gültigen Corona-Regeln statt. Das Angebot ist offen für alle betroffenen Eltern, auch für diejenigen, die bereits an einer früheren Gruppe des Hospizvereins teilgenommen haben. Die genauen Termine erfahren Sie bei Ihrer Anmeldung und die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung erbeten an: Irmela Richter, Trauerbegleiterin (ITA, VEID) unter Telefon 0176 – 520 84 785
oder per E-Mail an: kontakt@hospiz-voreifel.de

Weitere Informationen zum Verein finden Sie unter: www.hospiz-voreifel.de

Sankt Augustin: Schallschutzwände im Fasanenweg kommen 2025

v.l.n.r. Herr Denis Waldästl und Frau Dr. Charlotte Echterhoff

Sankt Augustin: Schallschutzwände im Fasanenweg kommen 2025

Auf Nachfrage des SPD-Kreistagsabgeordnetem  Denis Waldästl, hat die Deutsche Bahn AG mitgeteilt, dass die Arbeiten für die Schallschutzwände am Fasanenweg derzeit in die Ausschreibung gehen. Am Wochenende 6. bis 8. November wurden an dieser Stelle die Signalausleger an die Strecke gesetzt. Mit der Realisierung der Schallschutzwände rechnet die Bahn für das Jahr 2025. „Die Anwohnerinnen und Anwohner warten bereits viele Jahre auf einen angemessen aktiven Schallschutz im Fasanenweg, der im Zuge der S13-Maßnahme umgesetzt werden soll.“, betont Denis Waldästl. Gerhard Diekmann, langjähriges SPD-Rats- und Kreistagsmitglied hatte sich immer wieder für mehr Lärmschutz stark gemacht. Dass der Lärmschutz erst jetzt ausgeschrieben wird, ist ein großes Ärgernis für die SPD. „Ich werde mich weiterhin mit der Stadträtin Dr. Charlotte Echterhoff dafür einsetzen, dass die Bahn den Lärmschutz hier zügig umsetzt und keine weiteren Verzögerungen eintreten.“, so Waldästl.

Zeichnen, Skizzieren und Kritzeln als kleine Auszeit

Zeichnen, Skizzieren und Kritzeln als kleine Auszeit

RHEINBACH: Zeichnen, Skizzieren lernen und erfahren, wie wohltuend das sogenannte ziellose Kritzeln für die Seele ist, können die Teilnehmenden in dem Wochenendkurs von Iris Pütz am Freitag, 10.12.21 von 17.00 - 20.30 und Samstag, 11.12.21 von 9.30 – 16.00 Uhr.

Das plastische Zeichnen von Motiven mit Licht und Schatten wird ebenso Thema sein, wie die Erfahrung, dass die Methode des zeichnerischen Kritzelns eine Möglichkeit ist, sich den Alltagsstress von der Seele zu nehmen und dabei abzuschalten. Ort:  Theodor-Heuss-Realschule, Königsberger Str. 30, 53340 Meckenheim. Das Seminar wir unter den aktuellen Corona-Schutz-Regelungen 2G durchgeführt.
    
Anmeldungen und Informationen unter www.vhs-voreifel.de oder unter 02226 – 9219-20

CDU sagt aufgrund der Coronasituation Teilnahme an Veranstaltungen ab

CDU sagt aufgrund der Coronasituation Teilnahme an Veranstaltungen ab


Die aktuelle Infektionslage in Deutschland führt erneut zu einer starken Einschränkung des öffentlichen Lebens und des Alltags in vielen Bereichen. Insbesondere Zusammenkünfte und Veranstaltungen benötigen ein aufwendiges Hygienekonzept zur Vermeidung von weiteren Infektionen. Trotz der Einführung von Einlassbeschränkungen gemäß 3G-, 2G- und 2G+- Vorgaben, kommt es weiterhin zu einer Ausbreitung des Virus in bislang ungeahntem Ausmaß.

Nach intensiver Diskussion innerhalb der CDU-Fraktion Rheinbach wurde daher beschlossen, bis auf Weiteres keine öffentlichen Veranstaltungen, im Rahmen von Karneval oder Weihnachtsfeiern zu besuchen. „Der Schutz unserer Fraktionsmitglieder, insbesondere aber auch die Vermeidung von potentiellen Ansteckungen und eine Verschärfung der Infektionslage durch Großveranstaltungen hat nach unserem Verständnis aktuell oberste Priorität.“, so Joachim Schneider, Fraktionsvorsitzender der Rheinbacher CDU.

Um einen aktiven Beitrag zum Infektionsschutz zu leisten, werden einige Fraktionsmitglieder im Testzentrum in der Weiherstraße bei den Testungen mithelfen und die Arbeit des Testzentrums unterstützen. Zusätzlich werden die Impfaktionen innerhalb der Stadt personell unterstützt. „Wir sehen, wie wichtig die Testung vor Ort ist und können in Rheinbach jedem Bürger mit zwei funktionierenden Teststationen eine professionelle Testmöglichkeit bieten, die vielerorts nicht realisiert werden konnte.“, erklärt Joachim Schneider.

Montag, 29. November 2021

Adventswanderung unter Corona- und Winterbedingungen

Erftquelle: Bereits an der Quelle zerstörte die Erft die Fußgängerbrücke

TC-Wandergruppe mit Karin und Jörg Salewski (3. und 4. v.l.)

An der Erftquelle

Adventswanderung unter Corona- und Winterbedingungen

Rheinbach. Eine Adventswanderung mit anschließender Einkehr gehört seit langem zum Veranstaltungskalender des TC Rheinbach: Unter Corona-Bedingungen kann (noch) gewandert werden, auf die Einkehr wird schweren Herzens verzichtet.

Treffpunkt der Wanderfreunde ist Frohngau bei Nettersheim: Ein kleines, bereits im 9. Jahrhundert erwähntes, idyllisch in die Landschaft eingebettetes Dorf, dessen Kirche und dessen Dorftreff „Alte Schule“ auf dem „Keltenhügel“, einer ehemaligen heidnischen Kultstätte liegen.

Im ersten Schnee dieses Winters (Höhe über NN ca. 500m) führen die Wanderführer Karin und Jörg Salewski die Gruppe zum „Eifelblick Hagelkreuz“, einem Sandsteinkreuz, 1903 als Ersatz für ein älteres Holzkreuz errichtet, mit dem die umliegenden Gemeinden um Schutz vor „Blitz und Ungewitter“ bitten. Bei besserer Sicht hätte man zum Kölner Dom, zur Hohen Acht und anderen markanten Punkten der Eifel „blicken“ können, nun aber muss die Fantasie die wetterbedingte mangelnde Weitsicht ersetzen.

In einer kleinen Erfrischungspause im kleinen, aber feinen Eifelort Buir werden die Wandernden vom Ehepaar Salewski mit selbstgebackenen Lachsspezialtäten und Weihnachtskeksen überrascht.

Weiter geht es nach Holzmülheim zur in Herbstfarben eingefassten Erftquelle, deren Anblick gemischte Gefühle hervorruft, weil doch das Hochwasser entlang der über einhundert Kilometer lang nach Neuss am Rhein fließenden Erft noch zu leidvoll in Erinnerung ist. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die von den Fluten zerstörten kleinen Brücke unmittelbar neben der Quellfassung.

Die letzte Etappe führt mit steilem Anstieg zurück nach Frohngau, wo der 2. Vorsitzende des TC Rheinbach, Klaus Deselaers, sich mit einer Flasche Wein und die Gruppe sich mit herzlichem Beifall bei Karin und Jörg Salewski für die heimatbezogene Führung bedanken.

Mit Wettervorhersagen die Sonnenenergie besser nutzen

Die Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie spielt eine zentrale Rolle bei der Energiewende. Foto Colourbox

Mit Wettervorhersagen die Sonnenenergie besser nutzen

Das Ziel ist ehrgeizig: Im Jahr 2050 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland bei 100 Prozent liegen. Die Gewinnung von Energie aus der Kraft der Sonne spielt dabei eine zentrale Rolle. Doch die Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen unterliegt wetterbedingten Schwankungen, was für den Betrieb der Netze eine große Herausforderung darstellt. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und ihre Partner haben in einem Verbundprojekt neue Vorhersagemodelle auf der Basis von Satellitendaten und Wettervorhersagen entwickelt, die eine sehr viel effektivere Auslastung der Stromnetze ermöglichen.

Bereits heute machen erneuerbare Energien rund 46 Prozent unserer Stromversorgung aus. Doch je mehr sich unser Strom aus wetterabhängigen Energiequellen wie Wind und Sonne speist, desto mehr schwankt auch die Einspeisung in das Stromnetz.

„Vor diesem Hintergrund muss das Management der Stromnetze viel effektiver an wechselnde Wetterlagen angepasst werden. Insbesondere die dezentrale Einspeisung von Strom aus Photovoltaikanlagen stellt die Betreiber der Verteilnetze vor neue Herausforderungen bei Ausbau und Betrieb der Netze der Zukunft“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. Stefanie Meilinger vom Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS).

Projektmitarbeiter Christoph Schirrmeister misst die Bestrahlungsstärke der Sonne. Foto: Eva Tritschler

In dem Forschungsprojekt „MetPVNet“ hat die Hochschule gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und Netzbetreibern neue, sehr präzise energiemeteorologische Methoden und Computermodelle entwickelt, die eine bessere Vorhersage der Einspeisung aus Photovoltaikanlagen in das Stromnetz erlauben. Zugleich haben die Verbundpartner neue Erkenntnisse gewonnen, wie sich aus der Stromerzeugung der Anlagen Rückschlüsse auf die Bewölkung und die Belastung der Luft mit feinsten Schwebeteilchen, sogenannten Aerosolpartikeln, ziehen lassen.

Als Versuchsfeld diente der Großraum Kempten im Allgäu. In zwei umfangreichen Messkampagnen über zwei Jahre hinweg haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dort Daten gesammelt. Für die Genauigkeit der Modellrechnungen ist es von größter Wichtigkeit, Wetterdaten zu verschiedenen Jahreszeiten zu erfassen. Daten lieferten mehr als 20 Mess-Stationen, die in der Stadt und im Umkreis errichtet worden sind. Dabei kamen hochpräzise Messinstrumente unterschiedlicher Art zum Einsatz wie Spektrometer zur Strahlungsmessung, Wolkenkameras und sogenannte Sonnenfolger, die sich nach dem Sonnenstand automatisch ausrichten. Auf diese Weise konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Energieausbeute bei bewölktem Himmel und bei voller Sonneneinstrahlung bestimmen. Zudem konnten sie berechnen, wie stark beispielsweise Aerosolpartikel und Wolken die Sonnenenergie dämpfen.

Das Bild zeigt die Diffusor-Eingangsoptik eines Spektrometers. Foto: Eva Tritschler

Mithilfe der vielen, über die Region verteilten Mess-Stationen ist es den Projektpartnern gelungen, einen hochwertigen, einmaligen Datensatz zu erstellen und die entwickelten Methoden konsistent zu überprüfen.

„Für die enorme Unterstützung der Anlagenbetreiber vor Ort und den engen Austausch mit unserem Praxispartner egrid bin ich sehr dankbar“, sagt Projektleiterin Meilinger. „Nur so war es möglich, die Herausforderungen für das Verteilnetz besser zu verstehen und die Verbesserungen anhand von realen Daten zu bewerten. Und erst das Zusammenspiel der unterschiedlichen Disziplinen hat es erlaubt, diese Vielzahl methodischer Verbesserungen zu erreichen und einen großen Schritt in der prognosebasierten Verteilnetzbetriebsführung voran zu kommen.“

Mit dem Projekt MetPVNet haben die Projektpartner einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass das Verteilnetz auch stabil bleibt, wenn aufgrund von Wolken die Menge an eingespeistem Photovoltaikstrom stark variiert. Die im Projekt entwickelten Computermodelle, Satellitendaten und Wettervorhersagen erlauben eine weitaus genauere Vorhersage der Erträge, die von dezentralen Photovoltaikanlagen ins Netz eingespeist werden. Dies hat vielerlei Vorteile, sowohl für den Netzausbau, als auch für den Netzbetrieb und die Vermarktung des erzeugten Stroms. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat das Projekt MetPVNet mit rund zwei Millionen Euro gefördert.
Projektseite: http://metpvnet.de/

Die Kooperationspartner

Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (Projektleitung)
Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung (HerZ)
und Meteorologisches Institut München (MIM) der Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg
Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Leibniz Institut für Troposphärenforschung (TROPOS)
Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR), Institut für Vernetzte Energiesysteme
egrid applications & consulting GmbH (egrid) aus dem Unternehmensverbund Allgäuer
Überlandwerk GmbH

Assoziierter Partner:

BonnNetz GmbH


Projektseite: http://metpvnet.de/

Weihnachtsbaum-Aktion in Rheinbach

Foto (privat): Tennisdamen schmücken Weihnachtsbaum in der Rheinbacher Hauptstraße

Weihnachtsbaum-Aktion in Rheinbach

Tennis-Damen schmücken „ihren“ Baum für die Rheinbacher

Rheinbach. An der auch in diesem Jahr vom Rheinbacher Gewerbeverein organisierten und vom OBI-Baumarkt gesponsorten Ausschmückung der in der Hauptstraße aufgestellten Weihnachtsbäume nahmen erneut, neben vielen anderen Gruppen, auch die Tennisdamen des TC Rheinbach e.V. teil.

Der Tennissportlerin Karin Schulze war es gelungen, einen Tannenbaum für die Damenmannschaft des TC Rheinbach zu sichern. Wie im letzten Jahr waren die Damen mit großer Freude und viel Spaß dabei, den Baum zu einem kleinen Schmuckstück zu dekorieren.

Die Initiatorin Karin Schulze brachte die Meinung ihrer Tennisfreundinnen auf den Punkt: „Wir sind froh, dass wir mit derart geringem Aufwand etwas dazu beitragen können, den Rheinbachern auch im zweiten Corona-Jahr ein wenig weihnachtliche Stimmung zu bereiten und das Einkaufen und Bummeln in der Kernstadt zu einem Erlebnis für Groß und Klein werden zu lassen.“  

Hartmann: 1 Million Euro für Troisdorf-Innenstadt

Hartmann: 1 Million Euro für Troisdorf-Innenstadt

Troisdorf, 29. November 2021 - Gute Nachrichten für die Innenstadt von Troisdorf übermittelt der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Rhein-Sieg-Kreis, Sebastian Hartmann: "Der Bund bewilligt erste Maßnahmen aus dem Förderprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren", das mit insgesamt 250 Millionen Euro ausgestattet ist. Ich freue mich, dass Troisdorf mit Mitteln in Höhe von 1.061.250 Euro dabei ist. Das ist ein starkes Signal für unsere Region."

Das Programm soll den Innenstädten den Neustart aus der Corona-Pandemie erleichtern und lebendige und attraktive Ortskerne zu entwickeln oder zu erhalten. "Mit der Zusage des Bundes für Troisdorf erhalten wir die Möglichkeit, den Einzelhandel zu stärken, die Vielfalt der Innenstadt zu verbessern und damit unser Zentrum für Verbraucherinnen und Verbraucher attraktiv zu gestalten.", so Hartmann.

Die Kommunen waren im Sommer aufgerufen, Projektvorschläge für innovative Konzepte und Handlungsstrategien einzureichen. Nicht zuletzt wegen der Corona Folgen hat Finanzminister Olaf Scholz entschieden, dass die Mittel des Bundes bereits in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Die SPD-Bundestagsfraktion, auch die Handelsverbände und Kommunen, hatten zusätzliche Hilfen gefordert, die der Bundesfinanzminister bereitgestellt hat.

Innenstädte unterliegen schon länger einem Strukturwandel, der durch die Corona-Pandemie beschleunigt wurde. Filialisierung und Digitalisierung, der Onlinehandel und die Verdrängung sozialer Einrichtungen machen den Zentren zu schaffen. Bereits im August 2021 hat Troisdorf eine Förderbewilligung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Innenstadt-Entwicklung über rund 1 Million Euro erhalten.

"Wir setzen uns ein, dass in Stadtzentren Bürgerinnen und Bürger nicht nur essen und trinken oder einkaufen gehen, sondern auch wohnen und arbeiten können. Innenstädte müssen sich an die Klimaveränderung anpassen und durch soziale Einrichtungen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen ansprechen. Das ist eine große Aufgabe, bei der wir den Kommunen mit dem Bundesprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" unter die Arme greifen und sie gleichzeitig selbst entscheiden lassen wollen, wie sie dieser Vision näherkommen", so der SPD-Politiker.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Projekt in Nepal erfolgreich abgeschlossen

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Projekt in Nepal erfolgreich abgeschlossen

Nur wenige Menschen vermuten, dass Nepal außer dem Tourismus wirtschaftlich viel mehr zu bieten hat. Und doch gibt es in dem Staat im Himalaya etwa 12 Millionen Erwerbstätige, bei etwa 29 Millionen Einwohnern, davon etwa 16 Millionen im Erwerbsalter. Sie sind überwiegend in der Landwirtschaft oder im Handwerk selbstständig tätig, aber es gibt auch meist kleinere Unternehmen mit Beschäftigten. Und genau wie anderswo verunglücken auch die Nepali, werden krank oder arbeitslos und sind deshalb auf Hilfe angewiesen. Hierzulande sind Kranken- oder Unfallversicherung etwas Selbstverständliches. Doch auch in Nepal gibt es ein beitragsfinanziertes Sozialversicherungsprogramm. In diesem Zusammenhang war die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) an einem Gemeinschaftsprojekt für die nepalesische Regierung beteiligt.

Prof. Dr. Johannes Mockenhaupt vom Fachbereich Sozialpolitik und Soziale Sicherung der H-BRS erklärt, dass in Nepal gleich zwei staatliche Organisationen der Krankenversicherung nebenher bestehen. Das Projekt konzentrierte sich auf den Social Security Fund (SSF) Nepal, der erst vor Kurzem gegründet wurde, um die gesetzlichen Bestimmungen eines beitragsorientierten Sozialversicherungsprogramms umzusetzen. Der SSF betreibt und verwaltet für die genannte Anzahl Arbeitgeber und Beschäftigte des formellen Sektors fünf Systeme: Kranken-, Arbeitsunfall- und Lebensversicherung sowie Leistungen bei Mutterschaft und Altersvorsorge.

An dem Projekt waren als Partner die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der der Regierung von Nepal unterstellte Social Security Fund (SSF) und die H-BRS mit dem Fachbereich Sozialpolitik und Soziale Sicherung beteiligt. Der SSF beabsichtigte, zunächst die grundlegenden Prozesse (Standard Operating Procedures, SOP) innerhalb der Arbeitsunfallversicherung für folgende Aufgabenbereiche zu implementieren: Unfälle bei der Arbeit und auf dem Arbeitsweg, Unfälle außerhalb der Arbeit und die Behandlung von Krankheiten, die durch die Arbeitsbedingungen verursacht werden.

In Zusammenarbeit mit dem SSF und der GIZ entwickelten das Beraterteam der Hochschule - Sozialversicherungsexperte Prof. Dr. Andreas Kranig und Medizininformatiker Prof. Dr. Johannes Mockenhaupt -  die SOP, ließen sie anschließend von einer Firma in Nepal in der Open-Source-Software OpenIMIS programmieren und entwickelten sie bis zur praktischen Implementierung im SSF.-An der weltweiten Entwicklung von openIMIS sind IT-Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Universitäten beteiligt. Aufgrund der positiven Erfahrungen und Erkenntnisse wird die Regierung die Software voraussichtlich zur Verwaltung der nationalen sozialen Krankenversicherung des Health Insurance Board und auch für die verschiedenen Versicherungszweige des SSF einsetzen.

Mehr Praxispartnerschaften im Ausland angestrebt

Die H-BRS beabsichtigt, sich ebenfalls stärker zu engagieren. "Für die H-BRS und ihren Fachbereich Sozialpolitik und Soziale Sicherung ist die Digitalisierung ein zentrales Thema, das zunehmend in die Lehre und Forschung integriert wird", erklärt Professor Mockenhaupt. Dabei seien Praxispartnerschaften im In- und Ausland von großer Bedeutung. "Wir haben uns verstärkt mit elektronischen Verwaltungsprozessen, der konkreten Umsetzung und ihren Auswirkungen beschäftigt und möchten als Kompetenzzentrum in diesem Bereich wahrgenommen werden." Dem Fachbereich sei es wichtig, auch das vorhandene Fachwissen in den Entwicklungsländern stärker zu nutzen, denn keiner kennt die Bedarfe dort besser als die Partner vor Ort. Insbesondere möchte sich die H-BRS in den Ländern stärker engagieren, in denen der Fachbereich bereits Beziehungen auf Universitätsebene aufgebaut hat. Dazu zählen beispielsweise in Afrika Tansania oder Namibia und in Zusammenarbeit mit der GIZ Bangladesh.

Link zum Projekt:
https://socialprotection.org/connect/stakeholders/nepal-social-security-fund