Meckenheims Dächer sollen Geld verdienen: SPD beantragt kommunale Infrastrukturgesellschaft
Meckenheim, 14.09.2026. Die SPD-Fraktion Meckenheim beantragt, eine kommunale Infrastrukturgesellschaft für Photovoltaik, Speicher, Ladeinfrastruktur und Quartiersenergie prüfen zu lassen. Bis zum 9. Dezember 2026 soll die Verwaltung klären, ob dafür eine GmbH nach § 108 GO NRW oder eine Anstalt des öffentlichen Rechts nach § 114a GO NRW geeignet ist. Der Antrag ist Baustein 2 des Maßnahmenplans „Meckenheim 2035“.
„Wir legen keinen Wunschzettel vor, sondern einen Prüfauftrag mit Zahlen. Die Dächer unserer Schulen können die Stadt entlasten und Erträge bringen“, sagt Fraktionsvorsitzender Stefan Pohl.'
Als Startprojekt hat die SPD sechs städtische Dachflächen – Schwimmbad, EGS, zwei Turnhallen, Gymnastikhalle und KGS-Gebäude II – mit zusammen rund 520 Kilowatt Photovoltaikleistung berechnet. Vorgesehen sind zudem zwölf Ladepunkte. Bei rund 690.000 Euro Investition errechnet die Modellrechnung rund 57.000 Euro jährliches Ergebnis nach allen Kosten einschließlich Finanzierung. Im Stresstest bleiben rund 38.000 Euro. Die Schulen könnten zusätzlich rund 16.000 Euro Stromkosten jährlich sparen.
Über 30 Jahre ergibt die Rechnung rund 1,7 Millionen Euro, im Stresstest 1,15 Millionen Euro, zuzüglich rund 491.000 Euro Stromersparnis der Schulen. Die Werte sind Modellannahmen und sollen durch eine Machbarkeitsstudie überprüft werden.
Stadtwerke, MEWoGe und Hallenbad sollen unverändert bestehen bleiben. Geprüft werden zudem Fördermöglichkeiten wie progres.nrw und KfW 270 sowie rechtliche und steuerliche Fragen.
„Erst die Substanz, dann die Struktur. Wir wollen mit Projekten beginnen, die sich rechnen“, so Pohl.
Der Haupt- und Finanzausschuss tagt am 7. Oktober um 18 Uhr im Ratssaal.
